Frauen Sind Anders
Rauchen in der Partnerschaft
Rauchen in der Partnerschaft wird immer dann zum Problem, wenn einer raucht und der Andere nicht. Wie kann man damit umgehen?
Natürlich ist Rauchen in der Partnerschaft auch dann problematisch, wenn beide Rauchen, denn wie oft sieht man diese Situation: Er steckt sich eine an und überreicht ihr dann die Schachtel. Das ist Anstiften zur Sucht, was natürlich nicht absichtlich erfolgt, aber dennoch unschön ist, denn Raucher stinken nicht nur, sie sehen beim Rauchen auch noch hässlich aus. Da ich früher selbst geraucht habe, kann ich mir dieses Urteil erlauben, denn schließlich bin ich einst selbst als rauchendes, stinkendes Menschenkind durchs Leben gegangen. Als Ex-Raucher hat man das Problem mit der Gesundheit und auch das Geruchsproblem nicht mehr. Jedenfalls nicht selbst, denn was tun, wenn der Partner raucht?
Umfragen ergeben, dass die Mehrheit der Raucher für eine neue Partnerschaft das Rauchen aufgeben würde. Aber das sind eben auch nur Umfragen, wenn es hart auf hart kommt, ziehen die meisten Raucher sich lieber mit einer Kippe auf den Balkon zurück. Gerade dann, wenn man frisch verliebt ist, kann der rauchende Partner vielleicht noch widerstehen und raucht eben nur, wenn er allein ist. Aber was tun, wenn die Beziehung enger wird, man sich öfter sieht und vielleicht irgendwann auch zusammenlebt? Aus eigener Erfahrung und als Ex-Raucher kann ich sagen, dass Meckern und Nörgeln gar nichts hilft. Gerade wir Frauen müssen uns in diesen Fällen ja sehr zusammen nehmen, stößt doch der monotone Abgesang auf die Zigarette bei Männern meiste auf taube Ohren. Das ist übrigens in vielen anderen Fällen auch so.
Aber was kann man sonst tun, um den Partner von der Kippe abzubringen? Die Aussicht, mal ausnahmsweise keinen Aschenbecher zu küssen brachte mich einst auf eine Strategie, die ohne offensive Attacken auskam. Als Nichtraucher konnte ich meinem Partner vorleben, wie schön es ist, die Zigaretten endlich losgeworden zu sein. Denn gerade diese Angst hindert ja die meisten Raucher daran, endlich rauchfrei zu werden. Wer am Glück des Partners erkennt, dass auch und gerade ein Leben ohne stinkenden Rauch erfüllt sein kann, wird sich eher dazu hinreißen lassen, einmal über die eigene Sucht nachzudenken. Diese Strategie ist kein Geheimtipps, aber meiner Meinung nach besser als direktes Nörgeln, denn das kann dazu führen, dass der andere sich unwohl in der Gegenwart des Nichtrauchers fühlt. Und auf dieser Basis kann eine Beziehung natürlich nicht richtig aufblühen.

kommentieren
versenden
drucken



Erst a´ls ich vor 2 Jahren mit dem Rauchen aufgehört hatte, konnte ich wirklich nachvollziehen wie sehr der Gestank deR Zigaretten und des Rauchers wirklich das ganze Wohlbefinden stört.
Leider ist es meinem Partner bis heute nicht gelungen ebenfalls aufs Rauchen zu verzichten. Meckern und nörgeln ist wirklich eher kontraproduktiv - und durch “Bitten” ist es wenigstens so weit, dass er nicht mehr in der Wohnung raucht, sondern so wie auch im Artikel beschrieben, am Balkon. Ab und zu hilft dann auch ein intensiv schmeckendes Bonbon um den schlimmsten Gestank und Geschmack zu übertünchen.
Ich kann damit so halbwegs klarkommen, weil es eben ein lange und sonst gute Partnerschaft ist - glaube aber, dass ich, wenn ich einen neuen Partnerschaft eingehen würde einen Raucher wirklich von vornherein ablehnen würde.
[...] Rauchen in der Partnerschaft im Frauenblog [...]