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Frauen Sind Anders

Ist der Besuch in einem Pärchenclub nur für Paare geeignet?

6. Februar 2010 | Von Diana Teichert

Keiner gibt es zu, nur die wenigsten reden frei und offen über ihre Sexualität: Der Besuch eines Pärchenclubs ist für viele Menschen verpönt. Aber gehen denn eigentlich nur Paare in einen Pärchenclub oder tummeln sich dort auch Singles?

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Viele Menschen verbinden einen Pärchenclub, auch Swingerclub genannt, mit etwas Pornografischen, Perversen und einfach Unnormalem. Oft fallen in diesem Zusammenhang - auch von Männern - die Worte Prostitution, Bordell oder Hure, gefolgt von kleinen emotionalen Ausbrüchen wie „Ihhh, das ist ja abartig!“ oder „Das hast du doch gar nicht nötig!“. Es gibt aber auch durchaus offene Menschen, die neugierig über den Tellerrand des Blümchensexes hinaus denken und dann auch gucken wollen. Das betrifft sowohl Paare als auch Singles.

Was ist ein Pärchenclub?

Ein Pärchenclub bietet Paaren und Singles die Möglichkeit mit fremden Menschen Sex zu haben, an Gruppensex teilzunehmen, Partnertausch zu betreiben oder voyeuristische und exhibitionistische Veranlagungen auszuleben. Aber auch aufeinander eingespielte Paare, die einen sexuellen Kick suchen oder ihre Neugier befriedigen wollen, finden sich in diesen Clubs.

Ein solcher Club verfügt in der Regel über eine Bar, ein Restaurant bzw. Essbereich, mehreren Zimmern, oft verteilt auf zwei oder drei Etagen, mit verschiedenen themenbezogenen Spiel- und Liegewiesen, aber auch abschließbaren Paarzimmern, Duschen und einem Wellnessbereich mit Pool, Sauna und einem Massageangebot.

Gehen nur Paare in einen Pärchenclub?

Es gibt Pärchenclubs, zu denen nur Paare Zutritt haben, Ausnahmen werden meist nur an bestimmten Wochentagen erlaubt. Klassische Swingerclubs gestatten allen Interessenten Einlass, achten jedoch darauf, dass kein enormer Herrenüberschuss entsteht. Dort finden sich dann auch Singles, sowohl Damen als auch Herren, die nach einem erotischen Abenteuer mit einem Paar oder einem visuellen Erlebnis suchen.

Pärchenclub vs. Blümchensex im Ehebett

Der Besuch in einem Pärchenclub kann für Paare nur funktionieren, wenn diese eine offene Partnerschaft führen und sich gegenseitig wechselnde Sexualkontakte gestatten oder wenn sie vor einem Besuch feste Absprachen treffen, an die sich beide zu halten haben. Sonst werden Eifersucht, Streit und womöglich das Ende der Beziehung solch einen Abend dominieren. Das Motto eines Pärchenclubs ist „Alles kann, nichts muss!“, was bedeuten soll, dass Besucher sich in das Geschehen einbringen, diesem nur zugucken oder sich auch in separate, abschließbare Räume zurück ziehen können, wenn sie das wollen. Will man die Zeit nur mit seinem Partner genießen, jedoch trotzdem am Raumgeschehen teilhaben, so genügt bei Annäherung Anderer ein einfaches Handzeichen, um Ablehnung zu signalisieren.

Fazit für Pärchenclub-Interessierte

Nicht jedes Swingerpärchen betreibt aktiven Partnertausch oder ist voyeuristisch und exhibitionistisch veranlagt. Das wird auch nicht erwartet. Wichtig ist, dass Neugier, Toleranz, sexuelle Offenheit und gegenseitige Absprachen vorhanden sind, damit solch ein Pärchenclubbesuch nicht zum Fiasko wird.



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