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Frauen Sind Anders

Sex während der Schwangerschaft: Dies ist zu beachten!

30. Dezember 2011 | Von

Körperliche Nähe und Wärme ist besonders in der Schwangerschaft sehr wichtig. Nicht immer muss es dabei unbedingt zum Geschlechtsverkehr kommen. Generell ist allerdings gesagt, dass Sex zum Wohlbefinden von Mutter und Kind beitragen kann und deshalb eher positive als negative Auswirkungen hat. Zudem genießen Paare so die letzten ruhigen Wochen in entspannter Zweisamkeit, bevor das neugeborene Kind vieles verändern wird. Es ist vor allem nicht selten, dass Männer ihre schwangeren Frauen oft besonders attraktiv und weiblich finden. Warum also Sex in der Schwangerschaft vermeiden?

Da jede Frau, jede Schwangerschaft und jedes Schwangerschaftsdrittel unterschiedlich ist, wird versucht allgemein und medizinisch fundiert die Besonderheiten für den Geschlechtsverkehr in den jeweiligen Schwangerschaftswochen zusammenzufassen und vor allem unbegründete Ängste zu nehmen.

Sex in der Schwangerschaft: Das ist zu beachten!

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Im ersten Trimester

  1. Das erste Schwangerschaftsdrittel ist meist von Unwohlsein, Übelkeit und Müdigkeit bestimmt. Die Neuigkeit der Schwangerschaft und das Wissen, dass etwas in einem wächst, ist für viele Frauen oft gleichermaßen überwältigend und beängstigend. Der Zustand scheint noch zu zerbrechlich und fragil.
  2. Allerdings werden die Organe im Beckenbereich nun besser durchblutet, so dass Frauen vieles intensiver wahrnehmen und leichter zum Orgasmus kommen.
  3. Aus medizinischer Sicht spricht nichts gegen Sex in der Schwangerschaft des ersten Trimesters. Das Risiko einer Fehlgeburt wird durch regelmäßigen Sex nicht erhöht. Auf Geschlechtsverkehr sollte nur verzichtet werden, wenn es schon zu Blutungen gekommen ist.
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Im zweiten Trimester

  1. Den Frauen geht es ab der 16. Schwangerschaftswoche merklich besser. Der Körper hat sich an die neue Situation gewöhnt. Viele Frauen wirken weiblicher, durch größere Brüste und rundere Formen, und fühlen sich damit sichtlich wohl. Auch den Partnern gefällt das sinnliche Äußere oft sehr gut. Doch gerade wenn die Schwangere zum ersten Mal das Baby spürt, wachsen die Bedenken ein weiteres Mal an. Auch Väter bemerken den Dritten im Bett deutlicher und man fragt sich, ob sich das Kind vom Sex in der Schwangerschaft gestört fühlen könnte.
  2. Medizinisch gesehen, schwebt das ungeborene Baby sicher im Fruchtwasser und wird von Bewegungen der Mutter nicht viel mitbekommen. Auch anatomisch ist es vollkommen unmöglich, dass sich Baby und Penis des Mannes berühren, da zwischen Scheide und Gebärmutter immer noch der Muttermund liegt. Allerdings wird beim weiblichen Orgasmus in die Plazenta kurzzeitig weniger Blut gepulst, was jedoch eher ein Training für das Kind als einen Mangel darstellt. Auf Sex sollte in dieser Schwangerschaftsphase nur verzichtet werden, wenn die Gefahr vorzeitiger Wehen und einer vorzeitigen Öffnung des Muttermundes besteht.
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Im letzten Trimester

  1. Im letzten Drittel wird der Babybauch immer mehr zur körperlichen Belastung und scheint vor allem beim Sex oft im Weg. Nicht jede Stellung ist mehr möglich und Geschlechtsverkehr wird mehr zur Anstrengung als zu einem Vergnügen. Allerdings lassen sich einige Positionen finden, die trotzdem Sex in der Schwangerschaft ermöglichen: Sehr beliebt sind Löffelchen oder eine Stellung, in der die Frau auf dem Mann sitzt und der Bauch damit weder gedrückt wird noch stört.
  2. Angst vor Wehen müssen die Eltern keine haben, denn Sex kann diese nicht auslösen. Es lässt sich zwar im Ejakulat das Hormon Prostaglandin nachweisen, das den Muttermund aufweicht und auf Kontraktionen vorbereitet, die Mengen sind allerdings so gering, dass es sicher nicht wehenwirksam ist. Jedoch kann Sex als Geburtshelfer agieren und wird vor allem Pärchen empfohlen, deren Kind etwas auf sich warten lässt, da es entspannt und die Stimmung hebt, was das Baby durchaus locken kann.
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Wann sollte man auf Sex verzichten?

Es gibt jedoch einige Risiken, die einen Verzicht von Sex nötig machen.
  • wenn der Muttermund frühzeitig geöffnet ist. Mögliche Infektionen durch Geschlechtsverkehr könnten dann die Fruchtblase schädigen und zu einer Fehl- oder Frühgeburt führen
  • wenn man früher schon Fehlgeburten hatte
  • bei Blutungen
  • bei vorzeitigen Wehen
  • wenn eine Placenta Prenia vorliegt, also der Mutterkuchen falsch sitzt
  • bei Mehrlingsschwangerschaften
  • bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes
  • bei vorliegenden Infektionen im Genitalbereich bei Ihnen oder Ihrem Partner
  • wenn Ihre Fruchtblase bereits geplatzt ist

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Sex nach der Geburt

Oft steht einem nach der Geburt gar nicht der Sinn nach Sex, da das neue Kind viel Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt und Ruhe sowie Schlaf dabei meist zu kurz kommen. Statt Sex versucht man ruhige Minuten lieber für kurze Schlafphasen zu nutzen. Falls jedoch Lust und Zeit stimmen, sollte darauf geachtet werden, dass der Wochenfluss, das sogenannte Wundsekret der Gebärmutter, versiegt ist und ein Dammriss oder -schnitt vollständig verheilt ist.

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